Schweden hat sein schärfstes EU-Instrument eingesetzt, um ein kulturelles und wirtschaftliches Grundelement zu verteidigen: weißen snus. Als Spanien den Nikotingehalt auf 0,99 mg pro Beutel begrenzen und alle Aromen außer reinem Tabak verbieten wollte, hätte dies Produkte wie Velo snus, Cuba snus, Iceberg snus und Pablo snus auf dem spanischen Markt praktisch beendet. Statt dies hinzunehmen, reichte Schweden gemäß Artikel 108 des EG-Vertrags eine ausführliche Stellungnahme ein und löste damit einen dreimonatigen Aufschub von Spaniens Plänen aus.
Warum weißer snus wichtig ist
Weißer snus wird nicht als Gesundheitsprodukt vermarktet, das steht außer Frage. Im Vergleich zum Rauchen ist er jedoch eine deutlich weniger schädliche Alternative. Außenhandelsminister Benjamin Dousa bezeichnete ihn als Schwedens schärfstes diplomatisches Instrument, weil snus fest im schwedischen Alltag und in der Wirtschaft verankert ist. Es handelt sich nicht nur um ein Nikotinprodukt, sondern um eine Exporttradition mit erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung.
Neue Gesundheitsforschung
Forschende an der Universität Göteborg haben auf mögliche Zahnfleischentzündungen und Schleimhautveränderungen durch den langfristigen Konsum von weißem snus hingewiesen; in Västra Götaland läuft derzeit eine fünfjährige Studie. Etwa einer von vier Schweden im Alter von 16 bis 29 Jahren konsumiert inzwischen regelmäßig weißen snus. Die Forschung läuft weiter und sollte aufmerksam verfolgt werden.
Aktueller Stand
Der dreimonatige Aufschub gibt Schweden Zeit, seine Position in Brüssel darzulegen. Iceberg snus, Pablo snus und das vollständige Sortiment sind weiterhin bei Snusmania mit schneller, diskreter Lieferung innerhalb der EU erhältlich.
